
Die Vakuumwärmebe-handlung von Werkzeugen und Bauteilen zählt heute zum Stand der Technik. Im Vakuumofen kann eine breite Palette von Werkstoffen wärmebehandelt werden. Es können unterschiedliche Wärmebehandlungsver-fahren wie z.B. Glühen, Härten und Anlassen durchgeführt werden.
Unter Vakuumhärten versteht man die Erwärmung der Härtestücke in einem dichten Kessel, dabei wird durch Abpumpen der Luft ein Vakuum erzeugt.
Anschließend wird durch elektrisch beheizte Graphitstäbe die Charge stufenweise bis auf Härtetemperatur erwärmt. Das Abschrecken der Teile erfolgt durch Einblasen von gasförmigem Stickstoff bis zu einem Druck von 6 bar.
Bei jeder Erwärmung reagiert der vorhandene Luftsauerstoff mit der Oberfläche des Werkstückes (Oxidation). Diese Reaktion ist umso heftiger, je höher die Temperatur ist. Bei entsprechend langer Verweilzeit auf hohen Temperaturen kommt es zu einer Verzunderung (ab ca. 600°C) und zur Ent- bzw. Abkohlung der Oberfläche (ab ca. 780°C), die sich beim anschließenden Härten als sogenannte "Weichhaut" darstellt. Diese kann nur mechanisch entfernt werden. Aus diesem Grund ist bei jeder Erwärmung ab ca. 400°C eine Schutzgasatmosphäre erforderlich. In den meisten Fällen reicht Stickstoff als Schutzgas vollkommen aus.
Bei höheren Temperaturen, wie sie im Vakuumofen meistens vorkommen (üblicher Temperaturbereich beim Härten: 850 - 1200°C), bietet das Vakuum einen wesentlich besseren Schutz (keine Entkohlung). Selbst bei Härtetemperaturen von 1300°C sind die Werkstücke nach dem Härten absolut blank.
Die Vakuumwärmebehandlung weist eine Vielzahl von Vorteilen auf:
- verzugsarm
- entkohlungsfrei
- keine Oxidation der Bauteile
- blanke Oberflächen
- reproduzierbare Ergebnisse
Unser Vakuumofen fasst Werkstücke bis max. 600 x 900 x 600 mm.
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