
Bauteile, vornehmlich höher beanspruchte Maschinenbauteile wie Wellen, Achsen, Stangen oder Zahnräder unterliegen gerade im Bereich ihrer Oberfläche (Randschicht) besonders kritischen Belastungen.
Oft reicht es aus, wenn diese Bauteile nur im Randbereich über mechanisch verbesserte Eigenschaften verfügen. Die Einlagerung von Stickstoff in dieser Randschicht bezeichnet man als Nitrieren. Als Behandlungsgase stehen Ammoniak, Stickstoff, Methan und Wasserstoff zu Verfügung. Das Plasmanitrieren findet in einer Vakuumkammer unter ionisierter Gasatmosphäre statt. Zur Bildung verschleißorientierter Schichten werden auch Mischgase eingesetzt.
Qualitätsbestimmend sind die Gaszusammensetzung, der Druck, die Temperatur und die Behandlungszeit.
Vorzüge dieser Wärmebehandlung:
- Hoher Verschleißwiederstand bei Abrasion und Adhäsion
- Verzugsarmut
- Anpassung der Schichten an Verschleißart
- Reduzierung der Reibungskoeffizienten
- Partielles Härten
- Warmfestigkeit und Anlassbeständigkeit der Randschicht bis über 500°C
- Umweltverträglichkeit
Behandelt werden können Werkstücke bis max. 4000 mm, Ø 850 mm bzw. 1000 mm,
Ø 1200 mm
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